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European Regulators Roundtable in Halle: Glücksspielaufsichtsbehörden stärken grenzüberschreitende Zusammenarbeit

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GGL richtet europäischen Austausch zu aktuellen Herausforderungen der Glücksspielregulierung aus. Gemeinsame Absichtserklärung mit britischer Gambling Commission unterzeichnet.

Die GGL hat am 4. November 2026 den European Regulators Roundtable in Halle ausgerichtet. Vertreterinnen und Vertreter europäischer Glücksspielaufsichtsbehörden nutzten das Treffen, um sich über aktuelle Entwicklungen und gemeinsame Herausforderungen bei der Regulierung des Glücksspielmarktes auszutauschen und Ansätze für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere die Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote im Internet, der grenzüberschreitende Austausch relevanter Informationen, die Regulierung von Glücksspielwerbung sowie der Umgang mit neuen Entwicklungen wie Prognosemärkten. Weitere Themen waren Maßnahmen zur Sperrung illegaler Websites, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Anforderungen an die Geldwäscheprävention.
Ein konkretes Ergebnis des Treffens war die Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung zwischen der GGL und der britischen Glücksspielkommission (Gambling Commission). Beide Behörden wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen und einen strukturierten Informationsaustausch aufbauen, um ihre jeweiligen Aufsichtsaufgaben besser zu unterstützen.

Gemeinsamer Informationsaustausch gegen illegales Glücksspiel
Illegale Glücksspielangebote im Internet stellen die Aufsichtsbehörden vor grenzüberschreitende Herausforderungen. Anbieter können ihre Websites und Apps international verbreiten, während die zuständigen Behörden im Rahmen ihrer jeweiligen nationalen Zuständigkeiten handeln. Der Austausch von Informationen und Erfahrungen ist daher ein wichtiger Ansatz, um illegale Angebote besser zu identifizieren und Aufsichtsmaßnahmen gezielter weiterzuentwickeln.
Die Absichtserklärung mit der britischen Gambling Commission bildet einen ersten Rahmen, um Formen eines vertieften Informationsaustausches auszuloten. Als längerfristige Perspektive ist ein Pilotprojekt zum Austausch von Informationen über illegale Glücksspiel-Websites angedacht. Ziel ist es, den grenzüberschreitenden Austausch relevanter Informationen perspektivisch zu erleichtern und damit die Aufsichtstätigkeit beider Behörden zu unterstützen.

Rechtliche Rahmenbedingungen zur Bekämpfung illegalen Glücksspiels weiterentwickeln
Neben der internationalen Zusammenarbeit sieht die GGL auch auf nationaler Ebene weiteren Handlungsbedarf bei der Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote. Sie setzt sich weiterhin für eine Klarstellung des § 284 StGB ein, damit Strafverfolgungsbehörden auch gegen Glücksspielanbieter mit Sitz im Ausland vorgehen können, die ihre Angebote gezielt an Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland richten. Da die Vorschrift bislang vielfach nicht auf solche Anbieter angewendet wird, könnte eine Klarstellung die strafrechtliche Verfolgung erleichtern und eine zusätzliche Abschreckungswirkung entfalten. Die GGL hat ihr Anliegen in einem Schreiben an das Bundesjustizministerium bekräftigt und wird erneut auf das BMJ zugehen.

Europäischer Dialog als Grundlage wirksamer Glücksspielaufsicht
Die Gespräche mit den europäischen Regulierern verdeutlichen, dass grenzüberschreitende Herausforderungen auch grenzüberschreitende Lösungsansätze erfordern. Der European Regulators Roundtable bietet den teilnehmenden Aufsichtsbehörden eine Plattform, um Erfahrungen aus ihren jeweiligen nationalen Regulierungsansätzen zu teilen, aktuelle Entwicklungen zu bewerten und gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren. Der fachliche Austausch soll dazu beitragen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit auszuloten.


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