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Gesellschaftswetten

FAQ für Spielende

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FAQ für Spielende

FAQ: Gesellschaftswetten

Häufig gestellte Fragen zu Gesellschaftswetten

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder erreichen aktuell immer wieder Fragen zu Gesellschaftswetten und Prognosemärkten. Außerdem wird auch in Medien immer häufiger davon berichtet, dass es möglich sei, auf gesellschaftliche Ereignisse zu tippen und somit an Gesellschaftswetten teilzunehmen. Was dabei häufig nicht kommuniziert wird: Es handelt sich bei solchen Wetten um nicht erlaubnisfähige Angebote. Häufig sind die Angebote zwar sichtbar, eine Teilnahme, bzw. eine Platzierung einer Wette ist aus Deutschland heraus jedoch verboten.

Zusätzlich zu der bereits veröffentlichten Pressemitteilung zum Thema Prognosemärkte und Gesellschaftswetten gibt die GGL in diesem FAQ Antworten auf wichtige Fragen zu Gesellschaftswetten, die die GGL häufig durch MedienvertreterInnen erreichen, aber auch von Privatpersonen gezielt im Internet gestellt werden.

Im Vorfeld machen wir deutlich: Das Anbieten von und die Teilnahme an Gesellschaftswetten, auch Unterhaltungswetten genannt, sind in Deutschland nicht erlaubnisfähig und damit illegal. 

In diesem FAQ werden folgende Fragen beantwortet:

Was sind Unterhaltungswetten bzw. Gesellschaftswetten?

Gesellschaftswetten sind Wetten auf nicht-Sportliche Ereignisse des öffentlichen Lebens. Dazu gehört eine breitgefächerte Auswahl an Ereignissen zum Beispiel:

  • Politische Wahlen oder Wahlausgänge (Politikwetten)
  • Gerichtsurteile
  • Naturkatastrophen oder Wetterereignisse
  • Wirtschaftliche Entwicklungen
  • Der Ausgang von aktuellen TV-Shows beispielsweise Shows wie das Dschungelcamp, DSDS, Germanys next Topmodel ä.
  • SiegerInnen von Preisverleihungen oder Conteste beispielsweise der Eurovision Songcontest (ESC), die Oscar-Awards,
  • Prominente Ereignisse (z. B. Hochzeiten, Trennungen)

Zusammengefasst bezeichnet man als Gesellschaftswetten, auch bekannt als Unterhaltungswetten oder Spezialwetten, sämtliche Wettarten, die weder zu den Sportwetten noch zu den Pferdewetten zählen.

Welche Wetten sind in Deutschland erlaubt?

In Deutschland darf jegliche Form von Glücksspiel, wozu auch Pferde- und Sportwetten gehören, nur mit einer Erlaubnis der zuständigen Behörde veranstaltet und vermittelt werden.

Eine Übersicht der Sportarten (wie Fußball, Badminton, Tennis etc.), Sportereignisse (wie Olympia, Bundesliga, DFB-Pokal etc.) und Wettmärkte (wie Spielergebnis, Toranzahl, TorschützInnen etc.), die in der Vergangenheit erlaubt wurden und weiterhin angeboten werden dürfen, sofern die zuständige Behörde der angezeigten Angebotsabsicht nicht innerhalb von zwei Wochen widersprochen hat, finden Sie unter: Sportwetten und Pferdewetten im Internet | GGL

Gesellschaftswetten, beispielsweise Wetten auf Politik, gesellschaftliche Ereignisse, die nächsten Wahlergebnisse, TV-Shows oder ähnliches, die auf sogenannten Prognosemärkten angeboten werden, sind nicht erlaubnisfähig. Es handelt sich dabei um illegales Glücksspiel. Ein Glücksspiel liegt vor, wenn im Rahmen eines Spiels für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt.

Bei Wetten handelt es sich gem. § 3 Abs. 1 S. 3 GlüStV 2021 um Glücksspiel. In den Erläuterungen zum Glücksspielstaatsvertrag wird klargestellt, dass nur Sport- und Pferdewetten (Legaldefinition in § 3 Abs. 1 S. 4, 6 GlüStV 2021) erlaubnisfähig sind. Jede andere Art von Wetten ist nicht erlaubnisfähig und somit verboten.

Alle Wettanbieter, die über eine Erlaubnis der GGL verfügen, stehen auf der amtlichen Whitelist. Durch die Filterfunktion nach Glücksspielarten können alle Sportwetten- und Pferdewettenanbieter und ihre entsprechenden Webseiten, auf denen das Wettangebot platziert ist, direkt angezeigt werden.

Ein FAQ-Bereich zu legalen und illegalen Sportwetten und Wetteanbietern in Deutschland ist zu finden unter: Sportwetten und Wettanbieter in Deutschland | GGL

Sind Online-Wetten legal?

Online-Wetten und sonstige öffentliche Glücksspiele dürfen in Deutschland nur angeboten, veranstaltet oder vermittelt werden, wenn hierfür eine Erlaubnis der zuständigen deutschen Behörde vorliegt. Bei Online-Glücksspielen, worunter auch Online-Wetten fallen, ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder zuständig. Erlaubnisfähig sind dabei nur Pferde- und Sportwetten.

Sind Gesellschaftswetten in Deutschland erlaubt?

Nein. Gesellschaftswetten, auch Unterhaltungswetten oder Politikwetten genannt, sind laut den Erläuterungen zu § 3 Abs. 1 Satz 4 GlüStV 2021 nicht erlaubnisfähig und damit illegal.

Sowohl das Veranstalten oder Vermitteln solcher illegaler Wetten, als auch die Teilnahme daran, sowie die Bewerbung des Angebotes, sind strafbar.

Warum sind Gesellschaftswetten verboten?

Gesellschaftswetten gelten als besonders manipulationsanfällig. Viele der zugrundeliegenden Ereignisse sind:

  • schwer überprüfbar,
  • nicht neutral auswertbar, oder
  • potenziell beeinflussbar durch die Wettteilnehmenden

Das macht sie unsicher und stellt ein hohes Risiko für Betrug dar.

Sport- und Pferdewetten hingegen gelten als vergleichsweise besser kontrollierbare Wettart. Sie beruhen auf objektiv feststellbaren Leistungen, unterliegen einer breiten öffentlichen Kontrolle und können durch regelmäßige Abläufe dokumentiert und überprüft werden.

Als zentrales Ziel des GlüStV 2021 gilt außerdem die Vorbeugung vor Gefahren für die Integrität des Sports (§ 1 Satz 1 Nr. 5 GlüStV). Die Wettmärkte von Sportwetten können somit gezielt reguliert und kontrolliert werden, sodass Manipulationen besser vorgebeugt und bekämpft werden können.

Welche Risiken habe ich, wenn ich an solchen Gesellschaftswetten teilnehme?

Die Teilnahme an illegalen Gesellschaftswetten birgt folgende Risiken:

  • Rechtsverlust: Bei illegalen Wettanbietern besteht kein rechtlicher Schutz. Im Vergleich zu anderen Wettbewerbern können Gewinne einbehalten oder Konten ohne Begründung gesperrt werden. Rechtliche Ansprüche auf Auszahlung lassen sich in der Regel nicht durchsetzen.
  • Manipulation: Intransparente oder beeinflussbare Ergebnisse.
  • Unzureichender Spieler- und Jugendschutz: Häufig fehlen verlässliche Verfahren zur Identitäts- und Altersverifizierung. Dies erschwert die Umsetzung gesetzlich vorgeschriebener Schutzmaßnahmen und erhöht das Risiko, dass Minderjährige oder gesperrte Spielende am Glücksspiel teilnehmen können.
  • Strafverfolgung: Teilnahme kann unter Umständen auch strafrechtlich relevant sein.
  • Suchtgefahr: Keine gesetzlichen Schutzmaßnahmen gegen

Weitere Informationen zur Teilnahme an illegalen Glücksspiel sind zu finden unter: FAQ: Teilnahme an illegalem Glücksspiel - Strafen, Risiken etc. | GGL

Welche Tipps gibt es für Spielinteressierte, die Online Wetten abschließen wollen?

Die GGL empfiehlt Personen, die Online Wetten abschließen möchten, nur bei legalen Wettanbietern zu spielen, die sich an das Gesetz und die Regeln des GlüStV 2021 halten. Erlaubt sind nur Anbieter, die Sportwetten oder Pferdewetten anbieten und über eine Erlaubnis der GGL verfügen und regelmäßig von der GGL geprüft und kontrolliert werden.

Ausführliche Erklärungen darüber, wie Spielende außerdem verantwortungsbewusst spielen und wetten können, sind in unserem Bereich „Sicher online spielen im Internet“ zu finden.

Ausdrücklich warnt die GGL vor einer Teilnahme an illegalem Glücksspiel, wozu jeglicher Art von Gesellschafts- bzw. Unterhaltungswetten gehören. Ausführliche Informationen darüber, wie Sie illegales Glücksspiel erkennen, meiden und melden können, finden Sie in unserer gleichnamigen Broschüre, die zum kostenlosen Download auf unserer Seite Broschüren der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zur Verfügung steht.

Was unternimmt die GGL gegen illegale Gesellschaftswetten?

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder reguliert und beaufsichtigt nicht nur den legalen Glücksspielmarkt in Deutschland, sondern geht auch gezielt gegen illegale Wettanbieter und Anbieter weiterer Glücksspielarten vor durch:

  • die Einleitung von Untersagungsverfahren inkl. Zwangsgeldfestsetzungen,
  • die Meldung möglicher Strafbarkeiten nach §§ 284 f. StGB an die Staatsanwaltschaften,
  • die Einleitung von Ordnungswidrigkeitsverfahren,
  • die Meldung von möglichen Steuertatbeständen an das Finanzamt,
  • die Meldung von möglichen Geldwäschetatbeständen,
  • Netzsperren gegenüber Zugangsvermittlern, das sog. IP-Blocking,
  • Zahlungsuntersagung gegen Finanzdienstleister, das sog. Payment-Blocking.
  • Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Behörden

    Sollte auf einer Plattform die Teilnahme an Gesellschaftswetten aus Deutschland heraus möglich sein, würde dies unter illegales Glücksspiel fallen, gegen das die GGL konsequent vorgeht .

    Das detaillierte Vorgehen sowie die einzelnen Vollzugsinstrumente sind hier zu finden: Bekämpfung unerlaubten Glücksspiels und Werbung dafür | GGL


    aktualisiert am 13.08.2026